Wann und wie lange ist Husten ansteckend?

Husten, der durch eine Grippe oder Erkältung ausgelöst wurde, ist in vieler Hinsicht lästig. Dazu gehört auch: Er ist ansteckend. Aber wann und wie lange ist das der Fall?
Husten und Erkältungen: Bewusstsein für Ansteckungs-Risiko ist gestiegen
Egal, ob es der Punkt ist, sich selbst nicht anzustecken oder ob es darum geht, anderen keine Viren anzuhängen: Das Bewusstsein für Ansteckungen mit Erkältung, Husten, Schnupfen und allem, was dazu gehört, ist seit der Corona-Pandemie gewaltig gestiegen. Zu Recht, ein Niesen oder Husten in der Bahn oder am Arbeitsplatz ist weder für einen selbst noch für andere angenehm – Erkältungskrankheiten erfordern eine besondere Rücksichtnahme. Glücklicherweise hat sich Homeoffice in vielen Berufen, in denen es möglich ist, weitestgehend etabliert. So ist die Frage, ob’s mit einer Erkältung zur Arbeit gehen muss, immerhin für viele leichter zu beantworten.
Ab wann ist Husten oder eine Erkältung ansteckend?
Unabhängig davon, ob es darum geht, ob du dich bei jemanden mit einer Erkältung anstecken kannst oder ob du selbst der potentielle Überträger von Erkältungsviren – meist Rhino-, Influenza-, Parainfluenza- oder Coronaviren – bist: Die erste Frage, die sich stellt, ist die, ab wann Erkältung und Husten überhaupt ansteckend sind.
In der Regel gelten für Husten und Erkältung, dass das größte Ansteckungsrisiko zwei bis vier Tage nach Start der ersten Symptome besteht. Die Ansteckungsgefahr sinkt, sobald die Symptome nachlassen, was meist ungefähr eine Woche, mitunter auch etwas länger dauern kann. Das Heimtückische an Husten und Erkältung: Schon bevor die ersten Anzeichen zu spüren sind, ist es möglich, sich oder andere anzustecken. Diese sogenannte Inkubationszeit startet meist schon ein paar Tage vor dem Ausbruch der Beschwerden.
Wie lange ist Husten ansteckend?
Genau lässt sich das nicht bestimmen, zumal es unterschiedliche Hustenarten und -ursachen gibt. Diese groben Richtlinien geben einen Überblick über die Ansteckungsdauer bei verschiedenen Hustenformen:
- Husten und Erkältung: Wie lange genau Husten & Co ansteckend sind, lässt sich genau nicht sagen. Mit einer Woche solltest du auf jeden Fall rechnen und nach zwei Wochen kannst du in der Regel sicher sein, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht – vorausgesetzt, es sind auch keine Symptome mehr zu spüren.
- Reizhusten: Zu Beginn einer Erkältung gilt für Reizhusten dasselbe, was eine Ansteckung angeht. Der trockene, unproduktive Reizhusten am Ende einer Erkältung ist dagegen meist nicht mehr ansteckend.
- Akute Bronchitis: Die Ursache – Viren – ist meist dieselbe wie bei einer Erkältung, seltener sind Bakterien im Spiel. Daher gilt für die Ansteckung bei einer akuten Bronchitis dasselbe wie bei gewöhnlichem Erkältungshusten.
- Chronischer Husten: Dauert Husten länger als acht Wochen, gilt er als chronischer Husten. Meist ist die Ursache relativ harmlos und entsprechend gering ist dann die Ansteckungsgefahr: Schleim, der aus der Nase in den Rachen läuft (Postnasal-Drip), aufsteigende Magensäure bei Reflux, die die Atemwege reizt, oder auch Asthma oder Allergien. Da auch chronische Bronchitis oder andere Lungenkrankheiten dahinterstecken können, sollte bei chronischem Husten in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.
Wie kann ich einer Ansteckung durch Husten vorbeugen?
Klar, der beste Weg ist, erst gar keine Erkältung zu bekommen: Hier findest du Tipps zur Vorbeugung von Erkältungen und zur Stärkung des Immunsystems. Ansonsten ist der übliche Weg einer Ansteckung mit Erkältungsviren bekannt: Husten oder Niesen, und auch Sprechen und Atmen befördern Erreger in die Luft, wo sie für alle anderen zum Ansteckungsrisiko werden. Außer dieser Tröpfcheninfektion ist spätestens seit Corona auch die Schmierinfektion für eine Viren-Ansteckung wohlbekannt – über eine Türklinke oder sonstige Oberflächen.
Die sogenannten Hygieneregeln sind bei Erkältungshusten das A und O, das fängt schon beim Husten oder Niesen in die Armbeuge an. Hier noch einmal die wesentlichsten Schutzmaßnahmen vor Ansteckungen zusammengefasst:
- Abstand: Während der Erkältungssaison besser aufs Händeschütteln verzichten und bei Treffen einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten.
- Hygiene: Schmierinfektion verteilt Erkältungsviren über Oberflächen, der Kontakt damit kann für andere ansteckend sein. Desinfektion kann hier schützen.
- Hände waschen: Händewaschen mit Seife, mindestens 20 Sekunden lang gründlich einschäumen.
- Frische Luft durch Lüften: Heizungsluft trocknet Schleimhäute und Atemwege aus und macht sie so empfindlicher für Ansteckungen durch Husten und Erkältungsviren. Deshalb: Mehrmals täglich 5 Minuten Stoßlüften.
- Ein frisches Taschentuch beim Husten oder Niesen. Im Zweifelsfall besser in Armbeuge statt in die Hände niesen oder husten.
Was hilft, wenn du dich doch angesteckt hast?
Wenn es dich doch erwischt hat und du hast dich mit einer Erkältung mit Husten angesteckt, können klassische Hausmittel dabei unterstützen, schneller wieder fit zu werden und Beschwerden zu lindern. Zusätzlich lohnt es sich, auf ein Hustenmittel aus der Apotheke, wie z. B. Prospan, zu setzen. Der in Prospan enthaltene Efeu-Spezial-Extrakt EA 575 wirkt als Hustenlöser und unterstützt gleichzeitig dabei, den Hustenreiz zu mindern.